kyusho_2015

Großer Seibukan –Lehrgang in Gütersloh

Beim Seibukan-Multilehrgang (Sei = Heilige; bu = Kunst; kan = Schule) im Carl Miele Berufskolleg in Gütersloh wurde Kampfkunst in unterschiedlichen Ausprägungen und Stilrichtungen angeboten: Silat, Wing Chun, Selbstverteidigung, Kickboxen, Hanbo Jutsu und Kyusho Jutsu.Damit konnte wieder einmal über den „Tellerrand“ des Shotokan-Karate geschaut werden.

Silat (Pencak Silat) ist eine alte indonesisch-malaiische Kampfkunst, die ursprünglich bewaffnet oder unbewaffnet gegen einen oder mehrere bewaffnete oder unbewaffnete Gegner gekämpft wurde. Bedingt durch die oft rutschigen Verhältnisse in Südostasienentwickelte sich die Bewegung am Boden als stilprägendes Element. Silat verfügt über spezielle Techniken, die in dieser Form in anderen Kampfkünsten nicht vorkommen.

Hanbo Jutsu: Die Vorteile des ca. 80 cm -100 cm langen Stockes (Hanbo) sind im Nahkampf zu finden. Mit dieser Waffe kann man neben effektiven Hebeltechniken auch Stoß- und Schlagtechniken anwenden. Abwehr und Entwaffnung gegen Schlag von der Seite. Großmeister Detlev Borgstedt (6. Dan, vorne) führt den Trainingspartner mit einer Hebeltechnik souverän ab. Zwei Teilnehmerinnenüben das noch. Im Kyūsho Jutsuwerden durch die Manipulation der Vitalpunkte die neurologischen oder physiologischen Vorgänge des menschlichen Körpers in einer Form beeinflusst, dass eine Beeinträchtigung des Körpers hervorgerufen wird. Diese kann in Form von Reflexreaktionen, Schmerz, Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust bis hin zum Verlust des Bewusstseins auftreten. Damit sind auch grundsätzlich unterlegene Personen, wie z.B. Kinder, in der Lage sich aus bedrohlichen Situationen zu befreien. Kyosho-Instructor Jürgen Lindemann (2.Dan; auf dem Rücken) zeigt den Teilnehmern, wie man durch Manipulation der Punkte „Lunge 5“ und „Herz 3“ den Würger von Stephan löst.

Vielen Dank an das Team unseres Kyusho-und Aiki-JutsuMeisters -Herbert Zielinski (4. Dan) für die Ausrichtung und Organisation dieses hoch interessanten Lehrganges. Falls sich Karateka des Sandokai für zukünftige Schnupperkurse in andere Stilrichtungen interessieren sollten, können sich Interessenten bei Stephan (Sasse) und / oder Axel (Maek) gerne informieren.

Bericht und Fotos (mit Ausnahme des letzten Fotosauf Seite 2) von Axel Maek / 03.10.2015 Abgeschlossen wurde das Seminar durch einige Ausführungen zur Selbstverteidigung von Groß-meister Hermann Harms (9.Dan). Reale Angriffe erlauben für die Verteidigung nur wenig Zeit. Hier bedarf es blitzartiger und einfacher Lösungen. Neben den Kampfkünstenengagiert sich Hermann für Aktionen gegen Sucht und Drogen.

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