Stop Violence

Schweigen schützt die Falschen

Kurz–und–Gut –Seminar„Schweigen schützt die Falschen“Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt im Sport“

Im Laufe der letzten Jahre hat das Thema des sexuellen Missbrauchs in den Medien drastisch zugenommen und auch – wenn nicht sogar vor allem – den Sportvereinen die Aufgabe zugewiesen, verstärkt Aufklärung und Präventivarbeit zu leisten. Zu diesem Zweck haben viele Karateka aus OWL die Chance genutzt, im Rahmen einer Fortbildung sich mit Intervention, Prävention und aktivem Kinder- und Jugendschutz vor sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen.

Fachreferent Klaus-Peter Uhlmann begann seinen lebhaften Vortrag mit einer Gruppen- diskussion, in der die Teilnehmer verschiedene Situationen des Sportalltags bewerten sollten. Bereits hier zeigte sich, dass es durchaus schwierig sein kann, sexualisierte Gewalt richtig einzuschätzen.

Auch im Hinblick auf die Gesetzeslage wurde schnell klar, dass viele Übergriffe innerhalb einer „Grauzone“ stattfinden, die nicht unmittelbar mit einem Eintrag in das erweiterte Führungszeugnis geahndet werden und so dem Täter die Möglichkeit bieten, sich unbemerkt im Verein zu engagieren. Diese Übergriffe können durch Gesten, Worte, Bilder oder andere körperliche oder sexualisierte Handlungen stattfinden.

Dabei gibt es kein typisches Täterbild. Zwar lasse sich feststellen, dass ein Großteil männlich sei und ein persönliches Vertrauensverhältnis in den meisten Fällen existiere, doch könne man das nicht verallgemeinern. Umso wichtiger sei es deshalb, Anzeichen für einen geplanten, sexuellen Übergriff früh zu erkennen und zu intervenieren. Der Trainer muss sich über Präventivmaßnahmen bewusst sein. Das heißt, ein Gefühl für Veränderungen in dem Verhalten der Jugendlichen zu haben und auf diese angemessen zu reagieren. Situationen, die zu Problemen führen könnten, beispielsweise gemeinsames Duschen, Umziehen oder Korrigieren der sportlichen Ausübung, sollten mit Absprache der Eltern, beziehungsweise der Jugendlichen erfolgen.

Schlussendlich kann eine durchsichtige, strukturierte Zusammenarbeit von Vorstand, Trainern, Eltern und Jugendlichen dazu beitragen, Tätern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

Unter Rücksichtnahme des Präventivprogramms des KDNW zeigte der Fachreferent abschließend, welche Ansprechpartner den Trainern zur Verfügung stehen.

Am Ende des knapp 4- stündigen Vortrages waren sich alle Teilnehmer einig: Das Thema der sexualisierten Gewalt ist nicht nur aktuell, sondern es ist auch wichtig über dieses Thema zu reden. Denn schweigen schützt die Falschen!

Bericht: Sascha Maßmann

Gruppenbild Pokalgewinner

Sandokai Detmold erringt den Karate-Pott!

Am Sonntag, dem 17. Mai 2015 war es wieder soweit: Um Punkt 10 Uhr startete in der Turnhalle der Heinrich-Drake-Realschule das alljährliche Karateturnier für Kinder und Jugendliche. Veranstaltet wurde das Turnier wie jedes Jahr durch das Kampfkunst-Dojo Detmold.

Ziel ist es, den kleinen und heranwachsenden Karateka die Möglichkeit zu geben, in den Bereichen Kata (Form) und Kumite (Freikampf) erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Das Turnier wurde von den Detmolder Trainern Anne-Kathrin Reining und Thomas Näther wieder einmal hervorragend organisiert. Die teilnehmenden Vereine stellten die Kampfrichter. Unter der professionellen Leitung des Vizepräsidenten des Karate-Dachverbandes Nordrhein-Westfalen, Stefan Krause aus Lemgo, mussten sie sich der schwierigen Aufgabe stellen für gerechte Entscheidungen zu sorgen.

Erstmals hatten auch Turnierneulinge eigene Kategorien, um in einem Wettkampf positive Erfahrungen sammeln zu können. Trotz überraschend starker Konkurrenz aus Bielefeld konnte unser Team neben vielen Platzierungen auf dem Treppchen auch die Gesamtwertung für sich entscheiden. Eine tolle Leistung von unseren Athleten und Trainern! Das Foto braucht man wohl wirklich nicht weiter zu kommentieren …

bevensen-2014

Sandokai goes Nordcup

Mit Jenny-Lou Wiebusch und Helene Wetter stellten sich zwei herausragende Athletinnen der Aufgabe, uns beim Nord Cup in Bad Bevensen zu vertreten. Begleitet von tapferen Zuschauern und ihren Trainern ging es auf die 2,5 Std. dauernde Fahrt nach Bad Bevensen. In der Kumite-Disziplin erkämpfte sich Jenny-Lou einen 4. Platz im Bereich unter 18 und über 55 Kg. Tolle Leistung! Unsere beiden Athletinnen zeigten ebenfalls starke Leistungen in der Disziplin Kata. Hier konnten beide Erfahrungen in einem extrem starken Wettbewerbsumfeld sammeln.

Nach einem erlebnisreichen Tag fuhren wir mit vielen neuen Eindrücken wieder Richtung Heimat.

Großer Dank geht zudem an Stefan Krause, der unsere Karatekas tatkräftig bei ihrer Vorbereitung unterstützte.

Christoph Ostermann